FAQ

Sie kennen das Gefühl, wenn Ihnen ganz plötzlich etwas besser von der Hand geht, nur weil Sie eine Kleinigkeit verändert haben?

Wenn Ihnen zum Beispiel ein neuer Schreibtischstuhl Entspannung im Rücken verschafft und ein völlig neues Arbeitsgefühl ermöglicht oder Ihnen mit den richtigen Schuhen das Laufen plötzlich viel leichter fällt?

Hätten Sie sich diese Auswirkungen durch die Beschreibung im Prospekt vorstellen können?

Nein? Ähnlich ist es mit der Ergotherapie. Sie erschließt sich am besten durch Erfahrung. Auch wenn wir es auf diesen Seiten versuchen, es ist nahezu unmöglich,unsere Arbeit in wenigen Sätzen zu beschreiben, weil sie so individuell und vielfältig ist.

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind oder von Einschränkung bedroht sind.

Ziel ist, Menschen bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Schule, Beruf und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters, die durch physische oder psychische Krankheit und/oder Behinderung, soziale oder entwicklungsbedingte Schwierigkeiten oder Unfall eingeschränkt und dadurch im selbständigen Handeln beeinträchtigt sind.

Ergotherapie kommt auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung zum Einsatz und zählt zu den Heilmitteln. Die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen bilden das Ergotherapeutengesetz und die Sozialgesetzbücher (SGB) V und IX. Kostenträger sind die gesetzliche oder private Krankenversicherung, Träger von Einrichtungen, Berufsgenossenschaften, aber auch Stadt, Land oder Bund. Die ergotherapeutische Leistung kann aber auch privat bezahlt werden.

Eine der meistgestellten Fragen, die wir oft - um nicht zu sagen sehr oft z.B. von Patienten, Angehörigen und Patienten der Physiotherapie, die auf unseren mit Ergotherapie markierten Parkplätzen parken gestellt bekommen. Aber auch im privaten Umfeld, wenn wir z. B. während des Gesprächs mit einem Partygast nach unserem Beruf gefragt werden.

Wenn man sich mit der Geschichte der Ergotherapie beschäftigt, findet man Eintragungen, dass bereits im 18. Jahrhundert einige Ärzte über beachtliche Behandlungserfolge bei psychisch Kranken berichteten.

Anscheinend ist das Berufsbild aber noch nicht in den Köpfen unserer Gesellschaft angekommen und bleibt trotz Definition , einer Vielzahl Wirksamkeitsnachweisen und bei aller Wissenschaftlichkeit schwer zu fassen.

Hier ein Antwortversuch...

Der Unterschied liegt im Ansatz - dem eher funktionsorientierten Ansatz in der Physiotherapie und dem funktions- und handlungsorientierten Ansatz der Ergotherapie.

Gesetzlich Versicherte:

Die Kosten für die vom Arzt verordneten Behandlungen werden von den Krankenkassen übernommen.

Für Sie fällt lediglich eine gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung an, pro Behandlung in Höhe von 10% der Behandlungskosten plus einmalige Rezeptgebühr in Höhe von 10.- €.

Gesetzlich Versicherte Patienten sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von der Zuzahlung befreit. Das gilt auch für Patienten, die von ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung ausgestellt bekommen haben.

Privatversicherte:

So funktioniert die Abrechnung nach Heilmittelpositionsnummern

Die Heilmittelpositionsnummern definieren genau, welche Leistungen im Bereich Heilmittel möglich sind und unter welcher Bezeichnung bzw. Nummer diese mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Die Preise für die verordneten Behandlungen sind für jede Ergotherapie-Praxis frei gestaltbar und können deshalb unterschiedlich ausfallen.

Auf Wunsch bekommen Sie als Privatversicherte und Selbstzahler vor Beginn der Behandlung einen Kostenvoranschlag der anfallenden Behandlungskosten, den Sie vorab zur Abklärung der Kostenübernahme bei Ihrer privaten Krankenkasse oder Beihilfestelle einreichen können. Ansonsten gehen wir davon aus, dass Sie mit den von uns in Rechnung gestellten Kosten einverstanden sind (1,8-facher Satz der gesetzlichen Kassensätze). Die Höhe der Erstattung entnehmen Sie bitte Ihrem PKV-Vertrag.

Die Erstattungsansprüche der beihilfeberechtigten Patienten gegenüber den Beihilfestellen richten sich nach den jeweils gültigen Beihilfevorschriften, die bundesweit von Land zu Land differieren können und erst 2019 (nach fast 20 Jahren) angepasst wurden.

Es kann im Einzelfall zu einer nicht vollständigen Erstattung der Gebührenrechnung kommen.

Wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen oder kurzfristig, (also weniger als 24 Stunden vorher) absagen, wird Ihnen die Behandlung gemäß § 615 BGB privat in Rechnung gestellt. Die Ausfallgebühr entspricht der Höhe des Vergütungssatzes der Krankenkasse für diese Behandlung.


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Sie können uns gerne telefonisch oder per Email kontaktieren.
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Unsere Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 18:00 Uhr

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